Keine künstliche Erhöhung der Maturitätsquote!

veröffentlicht am Donnerstag, 16.10.2014

Medienmitteilung SVP St. Gallen


Keine künstliche Erhöhung der Maturitätsquote!

Die BDP vermischt die Diskussion rund um die Kantonsschulstandorte mit der Forderung nach einer höheren Maturitätsquote. Diese Offensive ist mehr als nur fragwürdig, steht die tiefe Gymnasialquote im Kanton St. Gallen doch stellvertretend für den Erfolg unseres Bildungssystems.

In der Ostschweiz und insbesondere im Kanton St. Gallen entscheiden sich im schweizweiten Vergleich verhältnismässig wenige Volksschulabgänger für den Weg an ein Gymnasium. Im Jahr 2013 wies unser Kanton mit 12,7 Prozent die tiefste gymnasiale Maturitätsquote im ganzen Land aus.Die BDP spricht dabei von einem unwürdigen Zustand und fordert eine Gymnasialquote von 20 Prozent. Damit verkennt die BDP die Tatsache, dass durch einen erleichterten Zutritt zu unseren Gymnasien folglich auch die Ausbildungsqualität gesenkt würde.

Eine hohe Gymnasialquote stellt längst keinen Garant für Vollbeschäftigung dar. In Ländern mit einem hohen Anteil an Akademikern herrscht vielfach auch eine hohe Arbeitslosigkeit. Dies zeigt sich auch im innerschweizerischen Vergleich. In Kantonen der Westschweiz mit einem sehr hohen Anteil an Gymnasiasten ist auch die Arbeitslosenquote massiv höher.

Es gilt vor allem der dualen Berufsbildung mehr Beachtung zu schenken. Die Lehre mit Berufsmatura eröffnet den Zugang zu Fachhochschulen und auch ohne Berufsmatura werden für unsere Volkswirtschaft sehr wichtige Berufsfachleute an Höheren Fachschulen aus- und weitergebildet. Diese Angebote müssen mindestens ebenbürtig gefördert und noch attraktiver gemacht werden.

Die SVP begrüsst die Tatsache, dass eine höhere Gymnasialquote im Kanton St. Gallen weder ein anzustrebendes Ziel der Regierung, des Erziehungsrates, noch des Bildungsdepartementes ist. Dies soll auch in Zukunft die richtungsweisende Strategie unseres Kantons bleiben.

St. Gallen, 16. Oktober 2014

Michael Götte, Fraktionspräsident

Herbert Huser, Kantonalpräsident

Sandro Wasserfallen, Präsident FK Bildung

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