Grusswort 13. Internationale Tagung für Wirtschaftsinformatik

veröffentlicht am Dienstag, 14.02.2017


 

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Grusswort Kantonsrat St. Gallen
13. Internationale Tagung für Wirtschaftsinformatik

Geschätzte Damen und Herren

Besten Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben, an dieser Stelle kurz ein Grusswort im Namen des St. Galler Kantonsparlaments an Sie zu richten. Mein Name ist Ivan Louis und ich bin der Vizepräsident des Kantonsrats, des kantonalen Parlaments. Unser Parlament zählt 120 nebenamtliche Mitglieder aus acht Wahlkreisen unseres Kantons. Wir tagen jeweils im Kantonsratssaal im Stiftsbezirk hier in der Stadt St. Gallen. Wenn Sie gestern an der Stadtführung teilnahmen, wissen Sie sicherlich, wo das ist. Unserem Parlament obliegen – wie es in einem föderalen Staat erwartet werden kann – zahlreiche Kompetenzen.

Zum Beispiel liegt die Bildungspolitik weitestgehend im Hoheitsbereich des Kantons. Ich bin stolz, dass die Universität St. Gallen als Aushängeschild der Ostschweizer Bildungslandschaft vom Kanton St. Gallen geführt wird. Sie verfügt national wie international über einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere für ihre betriebs- und volkswirtschaftlichen Lehrgänge. Als kantonaler Politiker – aber besonders auch als Absolvent dieser Universität – liegt mir die Zukunft dieser Hochschule am Herzen. Denn in den nächsten Jahren stehen grosse Entwicklungen an der Universität St. Gallen an.

Neben grossen baulichen Investitionen möchte ich zwei ganz konkrete Zukunftsprojekte erwähnen: Einerseits ist die Einführung einer medizinischen Ausbildung geplant, andererseits wird die Einführung eines eigenständigen Informatiklehrgangs geprüft. Beide Projekte orientieren sich stark an den langfristigen Bedürfnissen der Region – sowohl in medizinischen Berufen als auch in der Informatik herrscht in der Ostschweiz ein Mangel an personellen Ressourcen.

Ich bin überzeugt, dass sich die St. Galler Politik für Investitionen in beide Projekte begeistern wird. Seit Jahren bin ich selbstständig im Bereich der Informationstechnologie tätig. Entsprechend liegt mir die Informatikausbildung etwas näher. Ich hoffe, dass man sich hier bald für eine vollwertige Informatikausbildung an der Universität entscheidet. Die positiven Effekte dürften weitreichend sein: Nicht nur kann damit dem genannten Personalmangel direkt entgegengetreten werden, auch die anderen Lehrgänge der Universität dürften stark bereichert werden. Die Verbindung von Betriebswirtschaft und Informatik scheint mir ideal – aber das muss ich an dieser Stelle kaum weiter erläutern. Die Universität St. Gallen kann ihre Rolle als Innovationskraft der regionalen Wirtschaft ausbauen. Ich hege die Hoffnung, dass durch die Kombination des Geschäftssinns vieler Absolventen dieser Universität mit dem technischen Wissen aus der Informatik eine neue Innovations- und Gründungskultur hier in der Ostschweiz entsteht. Ich bin überzeugt, dass wir mehr Neugierde, mehr Lust auf Neues brauchen. Die disruptiven Geschäftsmodelle der Gegenwart haben ihre Grundlage im technologischen Fortschritt. Ich glaube, dass eine grössere Nähe der Disziplinen aus der Betriebswirtschaft und der Informatik als Katalysator für neue Ideen wirken kann.

Viele von uns pflegen ein beinahe romantisches Verhältnis zur Informatik. Deshalb wünsche ich Ihnen im Namen des St. Galler Kantonsrats nicht nur eine erfolgreiche Tagung, sondern auch einen produktiven Valentinstag. Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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