Regierung will Kanti «Linth»

veröffentlicht am Dienstag, 01.04.2014

Südostschweiz Ausgabe Gaster/See


Spektakuläre Wende im Kampf um den Standort für eine neue Kantonsschule. Die Kanti soll laut der St. Galler Regierung nun nach Rapperswil-Jona. Dies zeigt die amtsinterne Analyse, die der «Südostschweiz» vorliegt.

St. Gallen/Rapperswil-Jona. – Die St. Galler Regierung will die neue Kantonsschule für die Region Linthgebiet Toggenburg in Rapperswil-Jona bauen. Dies geht aus der internen Standortanalyse hervor, welche die Regierung im letzten Herbst in Auftrag gegeben hat. Der Bericht liegt der «Südostschweiz» auszugsweise vor. Bildungsdirektor Stefan Kölliker wird demnächst über die Pläne der Regierung informieren. Wie die «Südostschweiz» aus mehreren unabhängigen Quellen weiss, arbeitet die Regierung zurzeit mit Hochdruck an einer Kommunikationsstrategie. Denn während Politiker im Linthgebiet über den Entscheid jubeln werden, ist im Toggenburg kollektive Empörung absehbar. Denn noch im letzten Sommer hatte die Regierung betont, dass es am Standort Wattwil nichts zu rütteln gebe.

 

Druck aus Linthgebiet wirkt

Doch der permanente Druck von Politikern aus See-Gaster im Verbund mit der Region Zürichsee-Linth hat offensichtlich ein Umdenken bewirkt. Nun soll die Kanti neben den Bahnhof Blumenau in Rapperswil-Jona kommen. Bildungsdirektor Kölliker wollte auf Anfrage der «Südostschweiz» keine Stellung zum Bericht nehmen. Erich Zoller, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, gibt sich freudig überrascht. Er sei bisher nicht offiziell informiert worden. «Eigentlich haben wir ja eine Auslegeordnung für das ganze Linthgebiet verlangt», so Zoller. «Aber natürlich sagen wir zu einer Kanti in Rapperswil-Jona nicht Nein.»

Alle Interessierten können am Dienstag, 1. April, um 9 Uhr am Bahnhof Blumenau bei einem Apéro einen Augenschein vom Standort der künftigen Kanti «Linth» nehmen. (pb)

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